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- Was ist das besondere an Kodachrome?
Die Farben!
Ansonsten könnte man noch anführen:
- Wie wird Kodachrome entwickelt?
Kodachrome ist zwar ein Farb-Diafilm, wird aber nicht im E6-Prozeß
entwickelt, wie er in jedem Labor "um die Ecke" vorgenommen wird.
Die Entwicklung erfolgt im K-14-Prozeß. Dieser Prozeß ist wesentlich
aufwendiger und wird in Europa nur noch von Kodak selbst in Lausanne (Schweiz)
durchgeführt. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist der Prozeß noch etwas
populärer, dort gibt es auch Fachlabore, die ihn durchführen.
- Wie läuft der K-14-Prozeß ab?
Das steht auf einer eigenen Seite.
- Warum ist Kodachrome so teuer?
Das täuscht. Im Filmpreis ist die Filmentwicklung bereits enthalten.
Guter Film + gute Entwicklung ist eher etwas teurer.
- Wo kriege ich den Kodachrome her?
Über Internet-Versender.
Im Urlaub ist er im asiatischen Raum praktisch nicht zu bekommen. Ausreichender
Vorrat empfiehlt sich!
- Was muß ich mit einem belichteten Kodachrome machen?
In der Filmpackung liegt ein gelber, kleiner Beutel bei.
Hier wid die eigene Adresse (bzw. die gewünschte Rücksendeadresse für den
entwickelten Film) eingetragen, ebenso die Adresse des
nächstgelegenen Kodak-Labors (die Liste steht auf der Packung).
Der Kodachrome
wird in die Filmdose gesteckt, und diese kommt in die Tüte, zusammen mit eventuellen
Angaben zur Filmentwicklung. (Ja, auch die Dose paßt haarscharf in den Beutel!)
Das ganze wird als Warensendung verschickt: ein
Beutelchen zu 0,70 Euro (D), viele Beutelchen in einem wiederverschließbaren
Päckchen oder Großumschlag bis 500g 1,65 Euro (D) und geht an
Kodak GmbH
Kodachrome Service
Hedelfinger Straße 60
70327 Stuttgart
SAM: tp.xm.re.yp
- Wie lange dauert die Entwicklung (von der Einsendung an gerechnet)?
Nach dem Einsenden der Filme an Kodak muß man ungefähr eine Woche (fünf Arbeitstage) warten,
da die Filme zunächst in die Schweiz transportiert werden und dort entwickelt werden.
Die Entwicklung in der Schweiz wird zum 25. September 2006 beendet. Ab dann werden die Filme in die USA geschickt,
womit sich die Wartezeit um fünf Tage erhöht. An der deutschen Einsendeadresse ändert sich natürlich nichts.
- Ich habe den Versandbeutel nicht mehr. Was soll ich nur tun?
Den Film eben in einen normalen Briefumschlag stecken und wie oben angegeben adressieren.
Auch hier gilt: Nie die Rücksende-Adresse vergessen!
Der Entwicklungsgutschein steht auf der Filmpatrone, nicht auf dem Beutel.
(Ausnahme sind in den USA gekaufte Filme; diese schließen die Entwicklung nicht mit ein.
Bei diesen kommt eine Rechnung mit zurück.)
- Kann ich den Kodachrome ungeschnitten bekommen?
Ja. Schneide einfach zwei Ecken von der Entwicklungstüte ab (und lege
sicherheitshalber noch einen Zettel dazu: "Filmstreifen bitte nicht schneiden! / Ne
pas couper la pellicule, s.v.p.!"). Kostet nichts extra.
- Auf meiner Entwicklungstüte steht was von "Ecke abschneiden"?
Ja, das dient wohl der leichteren manuellen Sortierung bei Kodak.
"Kleiderordnung" beim Kodachrome-Beutelchen:
- keine Ecke ab: Film soll gerahmt werden
- eine Ecke ab: Film soll als 5er-Streifen zurückgeschickt werden
- zwei Ecken ab: Film soll ungeschnitten (also aufgerollt) zurückgeschickt werden
Übrigens: wer die Rahmung nicht bezahlt hat, kriegt auch mit "Ecke dran" keine…
- Kann ich Kodachrome pushen (lassen)?
Ja. Sinnvoll ist es, vom höherempfindlichen Kodachrome auszugehen, dem 200er.
Es kann im Labor um 1 1/3 Blenden (auf "ISO 500") oder um 2 Blenden (auf "ISO 800")
gepusht werden. Dazu muß eine Notiz auf den Entwicklungsbeutel und ein
Zettelchen in
das Beutelchen. Der Film wird forciert entwickelt und kommt mit einer Rechnung (ca.
8 Euro für den ersten, ca. 3 Euro je weiteren Film) und
Überweisungsträger zurück.
Häufig gibt es die Rücksendung jedoch ohne Rechnung :-) .
- Kann ich Kodachrome pullen (lassen)?
Ja, um eine Blende. Vorgehen wie beim Pushen.
- Warum ist Kodachrome so scharf?
Die Farben zur Projektion werden erst während des K-14-Entwicklungsprozeß in den
Film eingebracht, so können die einzelnen Filmfarbschichten sehr dünn gegossen
werden.
Weiter ist der Kodachrome während der Belichtung sozusagen ein Schwarz-Weiß-Film,
wie bei diesen gibt es an Kanten einen Diffusionseffekt, wodurch die Kante überhöht
wird (Schwarz wird schwärzer, Weiß wird klarer).
- Was ist das besondere an den Farben von Kodachrome?
Lästermäuler sagen, der Kodachrome sei ein Schwarz-Weiß-Film, der ein Farbfilm
werden wollte. Tatsächlich sind die Farben zurückhaltend, aber sehr differenziert
und nicht zu bunt. Dies macht ihn zum idealen Film für Portraits mit angenehmen
Hautfarben, aber auch für Tierphotographie (Fellzeichnung z. B.) und
Landschaftsaufnahmen (tausende Grün- und Brauntöne). Seine Universalität machen in
zum idealen Reisefilm.
Der besondere Clou aber: Alle Kodachromes (K25, K64, K200, gepusht) bringen zwar
nicht die gleichen Farben, zeigen aber die identischen Farben.
Da die (projizierte) Farbe (der Farbstoff) erst beim
Entwicklungsprozeß hinzukommt, und die für alle Typen die selbe ist, ändert sich
der Farbeindruck nicht.
Ein "total blaues" Dia vom K25 ist genauso "total blau" wie ein K200 "total blau" sein kann.
(Das heißt nicht, daß die aufgenommene Farbe von allen
Kodachromes gleich wiedergegeben wird — der 200er ist etwas wärmer — aber der
Zuschauer weiß das ja nicht.) Die Kodachromes harmonisieren daher untereinander
besser als jede andere Farbfilmfamilie.
- Was ist der Unterschied zwischen K25, K64 und K200?
Die Empfindlichkeit ;-)
Bei normalen Lichtsituationen unterscheidet sich der Farbeindruck
gar nicht, die Farbwiedergabe nur minimal (K200 ist minimal wärmer).
Bei sehr dunstigen, orange-warmen Lichtstimmungen liefert der K200 sehr schnell zu
stark purpurfarbige Dias.
Auch die gepushten (forciert entwickelten) Dias sind nicht auffällig (!).
Die Schärfe ist praktisch immer gleich.
Die Körnigkeit ist beim K25 und K64 praktisch nicht zu sehen (Körnigkeit (RMS): 9 bzw. 10),
beim K200 knapp vor "extrem" (Körnigkeit (RMS): 16).
John Shaw beschreibt in seinem Buch "Landscape Photography",
daß man den K200 aufgrund seiner starken
Körnigkeit gut zum "Strukturieren" von weißen Schneeflächen bei
Winteraufnahmen verwenden kann, die sonst
langweilig, da zu flächig wirken würden.
Aufgrund seiner geringen Körnigkeit bietet sich der K25 auch für Repros an.
Bei Langzeitaufnahmen (mit Schwarzschild-Effekt) wird der K25 sehr kalt und grün, der K64 kalt,
der K200 bleibt warm. Um einen Rest des warmen Glühlichtes beizubehalten
und ohne Farbfilterung (KB-Filter)
zu arbeiten reicht es also,
Aufnahmen mit Verschlußzeiten >30 Sekunden auf K25 oder K64 zu machen.
- Was bedeutet "K25", "KR", "PU" und all die anderen Kürzel?
Kodachrome ist ein recht langes Wort, es gibt folgende Kürzel:
- KM = K25 = Kodachrome, Empfindlichkeit ISO 25
- KR = K64 = Kodachrome, Empfindlichkeit ISO 64
- KL = K200 = Kodachrome, Empfindlichkeit ISO 200
- PU = Process, Unmounted = ungerahmt
- PKM, PKR, PKL = "professional" Version des jeweiligen Films
- K-LAB = Cine-Prozessor, schrankgroßes Gerät, das 75 bis 100 Filme
pro Stunde trocken-zu-trocken entwickelt
- Ich lese hier was von Kodachrome mit der Empfindlichkeit ISO 25 / ISO 200?! Wo bekomme ich den her?
Leider kommst Du etwas spät. Beide Filmtypen wurden von Kodak eingestellt und sind höchstens noch
als Lagerbestände oder über (Online-)Auktionen zu beziehen.
Tip: Schreibe doch einen Brief an die Firma Kodak GmbH, Hedelfinger Straße 60, 70327 Stuttgart
und frage an, wo diese Filme
erhältlich sind. Kodak hat schon manchmal Filmtypen "reaktiviert" als offensichtlich wurde, daß die
Einstellung keine gute Idee war...
- Kann ich beim Kodachrome ein paar Effekte rausholen (die es beim "normalen" E6-Diafilm so nicht gibt)?
Jede Menge, einfach mutig drauf los experimentieren! Hier ein paar Anregungen:
- "schönes Wetter hier"
Sehr knapp belichten oder 1/3 Blende unterbelichten: die Farben werden "stark"
- "scharfe Weichheit"
Doppelbelichtung erst mit und dann ohne Softener. Weiche Bilder, aber mit Details.
- "Space Night"
Langzeit-Belichtung mit Farbverschiebung durch Schwarzschild-Effekt, dazu
noch KB-Filter: ergibt kalt-futuristische Farben.
- "Pointillismus in pastell"
K200 auf "ISO 800" pushen und stark überbelichten.
Die Farben werden zerbrechlich zart (karmesinrot wird zu rosé) und "getupft".
Gut geeignet für "High Key"-Motive.
- Kann ich den Kodachrome als Meterware bekommen?
Ja! Für den Einsatz als Kinofilm ist der Kodachrome nicht nur in 8mm, sondern auch
in 35mm zu bekommen. Einziger Haken: Leider nicht in Deutschland direkt, sondern nur über Import
z. B. aus der Schweiz.
- Welche Konfektion gibt es?
Kodachrome gibt es als Kleinbildfilm mit 24 oder 36 Aufnahmen. Die Super8-Filmkassette wird nicht mehr produziert.
- Funktioniert Langzeitbelichtung mit Kodachrome?
Ja. Der Kodachrome hat einen Schwarzschildexponenten von p = 0,7
Sei t die erwartete (gemessene) Belichtungszeit und t' die korrigierte, so ist
t' = t ^ (1/p)
Die Kodachromes (vor allem der 25er) schießt bei langen Zeiten sehr ins grünliche.
Dies ist praktisch, da die nächtliche Beleuchtung meist sehr gelb-lastig ist (Glühlampen und
Natriumdampf-Straßenbeleuchtung). Sonst helfen Farbkorrekturfilter.
Näheres im Datenblatt von Kodak.
- Funktioniert Blitzen mit Kodachrome?
Hm. Je nach Blitzgerät wird die Aufnahme bläulich, dann sollte ein
UV-Filter vor den Blitz. Kodak empfiehlt prinzipiell
leichte Warmtonfilter.
- Läßt sich der Kodachrome gut scannen?
Ja, aber erstmal: nein. Der Kodachrome ist den Schwarz-Weiß-Filmen
ähnlicher als den heutigen
E-6-Farb(stoff)-Diafilmen. Daher müssen einige Vorarbeiten (einmalig) erfolgen:
Zunächst muß die automatische Kratzerentfernung deaktiviert werden.
Diese ICE- oder FARE-Technik basiert auf der
simplen Idee eines Infrarot-Scans; alles, was hier nicht durchsichtig ist, wird als "Dreck"
erkannt und "automatisch
repariert". Der Kodachrome beinhaltet aber (wie S/W-Filme) Reste von IR-undurchlässigem Silber
und Azo-Farbstoffe.
Weiter ist das Standard-Farbprofil den E6-Filmen angepaßt. Insofern nicht ein
eigenes Kodachrome-Profil mitgeliefert
wurde, sollte man anhand eines geeigneten Dias (KODAK empfiehlt hier Hautfarben
als Kalibrierfarben und nicht
Neutralgrau) ein eigenes Farbprofil anlegen. Voilà!
Das Schwarz vom Kodachrome ist sehr dunkel (ganz schwarzes Schwarz ;-) ),
so daß in den verschatteten Bildpartien das
Rauschen des Scanners unangenehm auffallen kann, z.B. als blau-grüne "Flecken".
Hier hilft ein Multiscan, der mehrere Scanvorgänge mittelt
und dadurch das Rauschen unterdrückt
(oder aber ein rauscharmer Scanner).
Einschränkungen: Manche Scanner arbeiten mit Kaltlichtröhren
(Leuchtstoffröhren) als Lichtquelle. Diese haben ein
diskontinuierliches Spektrum, welches bei den Absorptionsmaxima
der Kodachrome-Farbstoffe ggf. zu lichtschwach ist.
Evtl. ergibt sich so ein starker Farbstich, der sich durch
(nachträgliche numerische) Korrektur
nicht beheben läßt. Dies
ist aber ein Problem des (Billig-)Scanners und nicht von Kodachrome.
- Wie sieht der optimale Dia-Scanner für den Kodachrome aus?
In Kürze:
- hohe Maximaldichte
- Multiscan-fähig (mehrfaches Scannen zur Bildmittelung)
- die teure ICE- oder FARE-Technik ist nicht sinnvoll
- automatischer Bildtransport (zum "Batch-Scan")
Ein Scan-Test mit (a) einem Portrait (Hautfarben) und (b) einer Nachtaufnahme o.ä.
(sehr dunkle Bildteile)
empfiehlt sich.
Gute Erfahrungen habe ich mit folgenden Scannern gemacht:
Die explizite Nennung dieser Scanner soll anderen Modellen
nicht zum Nachteil gereichen ;-)
Sprich: Es mag noch andere gute geben.
Eine interessante Übersicht gibt es auf der Seite von
FilmScanner.info.
- Wie scanne ich den Kodachrome optimal?
Hängt natürlich sehr vom Motiv und vom Verwendungszweck ab, aber in Kürze:
- Kodachrome-Farbprofil laden
- 4mal Multiscan (mehrfaches Scannen zur Bildmittelung), bei sehr dunklen Bildern auch gerne mehr
- IR-Scan (ICE / FARE) ausschalten
- keine Glasrähmchen verwenden
- Vollformat-Rähmchen verwenden (verhindert Bildrandbeschnitt)
- Soviel zum Scannen! Gibt es irgendwo einen Artikel darüber?
Erfreulicherweise gibt es einen umfangreichen Artikel über das Scannen
von Kodachrome-Material von Manfred Jagoda auf den Seiten von
FilmScanner.info.
- Kann ich den Kodachrome gleich nach der Entwicklung scannen lassen, z. B. als Kodak Photo CD?
Das hat Kodak bis jetzt so nicht vorgesehen. Aber frage bei Kodak an! Vielleicht wird dieser
(eigentlich naheliegende) Service ja noch eingerichtet!
- Ich habe meinen ersten Kodachrome entwickelt zurückbekommen. Der ist total rosastichig!
Wetten, Du hast ihn auf einem Lichtpult angesehen? Ein Lichtpult arbeitet mit
Kaltlichtröhren (Leuchtstoffröhren), diese haben ein diskontinuierliches Spektrum, was zusammen mit den
Absorptionseigenschaften der Kodachrome-Farbstoffe zu diesem (scheinbaren) Mangel führt.
Schritt 1: Schau Dir Deine Dias in der Projektion an. Die Halogenbirne des Diaprojektors hat ein kontinuierliches
Spektrum. Jetzt stimmen die Farben, gell?
Schritt 2: Besorg Dir eine andere Leuchtstoffröhre fürs Lichtpult.
- Meine Kodachrome-Dias sind rosastichig!
O-oh! S*it happens. Entweder wurde der Film zu heiß gelagert (im Auto? Oder schon beim Händler?
siehe Lagerung)
oder bei der Entwicklung ist was schiefgelaufen. Für Entwicklungsfehler scheint
der K200 besonders anfällig zu sein.
Schicke den gesamten Film mit dem grünen Schnipsel am Anfang (Laufkarten-Nummer) mit einem
Reklamationsschreiben nach KODAK GmbH, Kodachrome-Entwicklungsdienst, Hedelfinger Straße 60, 70327 Stuttgart. Anhand der
Laufkarten-Nummer kann nachvollzogen werden, wie die Entwicklung erfolgte. Während des gesamten Prozesses wird
permanent optisch-analytisch überwacht (erkennbar an den winzigen Farbpunkten unterhalb der
Perforation); wenn was
schief geht/gegangen ist, kommt ein Begleitschreiben mit.
(Mir selbst ist bis jetzt ein Film zerkratzt worden.)
- Wie soll ich den (noch unbelichteten) Film lagern?
Wie immer gilt: möglichst kühl. Die (ausgepackten, ungeöffneten)
Kodachrome-Döschen können problemlos
eingefroren werden und halten dann "ewig". Vor dem Verwenden auf Zimmertemperatur kommen lassen, um
Kondenswasserbildung zu verhindern. (Einfach einen Tag vorher rausnehmen.)
- Wie soll ich den belichteten, aber noch nicht entwickelten Film lagern?
Am besten gar nicht. Die Belichtung hat ein sogenanntes latentes Bild erzeugt, das sich wieder zurückbildet
— allerdings sehr, sehr langsam. (Ein 20 Jahre lang im Keller vergessener Film wurde noch
mit zufriedenstellenden Farben entwickelt!)
Trotzdem: Der Film sollte so schnell wie möglich ins Labor.
Bis dahin kann er wie der unbelichtete Film gekühlt oder
sogar eingefroren werden.
Hitze ist zu vermeiden und kann zu einem sehr unschönen
Magenta-Farbstich führen. Bedenke, daß sich
Postkästen in der Sonne sehr aufheizen können, ähnlich wie Autos!
Auch kleinere Postfilialen
(diese "Shop-in-Shop"-Dinger) lagern manchmal die abgegebenen Pakete auf der
Heizung oder im (sonnenbeschienenen)
Schaufenster :-(
- Wie soll ich die fertigen Dias lagern?
- In absoluter Dunkelheit! UV-Licht (grelles Tageslicht reicht schon) kann den Kodachrome
in weniger als einer halben Stunde (partiell) ausbleichen und so zu Farbverschiebungen führen.
(Das Licht der Projektions(glüh)lampe hingegen enthält kein UV-Anteil, Du darfst ihn also
ansehen…)
- Ideale Lagerbedingungen: 30% relative Luftfeuchte und weniger als 18°C.
Geringere Luftfeuchte kann das Trägermaterial spröde werden lassen. Langzeitlagerung
ist durch Einfrieren möglich, dafür müssen die Dias effektiv vor
Kondenswasserbildung geschützt werden. Merke: Wasserschaden = Totalschaden!
- Fernab jeglicher Chemie (Mottenkugeln) und biologischen Zeuchs (Milben).
- Hast Du mal ein Beispielbild?
Das ist nun sehr sinnig — schließlich hängt der Farbeindruck im wesentlichen
von Deinem Monitor ab! Trotzdem habe ich mal zwei "Beispielbilder" kreiert:
Ein Kodachrome-Photo:
Ein kurz darauf aufgenommenes E6-Photo (gleiche Lichtsituation):
Man erkennt:
- der Kodachrome ist viel schärfer
- der Himmel rutscht beim Kodachrome immer etwas mehr ins Türkis ab
- die Hautfarben sind beim Kodachrome viel schöner
…und wer's noch nicht gerafft hat: das ganze gilt mit
- Ich habe eine Frage, die hier nicht beantwortet wird. Kann ich sie per E-Mail zuschicken?
Der Kodachrome ist ein Produkt (oder sollte ich besser schreiben: Stiefkind) von Kodak.
Wende Dich doch mal dahin!
Wenn Du eine Antwort erhalten willst, schreibe einen Beitrag in der
Newsgruppe
de.rec.fotografie
An mich gerichtete Frage-E-Mails bleiben manchmal lange liegen, sorry!
- Wie kann ich zu dieser Mini-FAQ beitragen oder Kritik loswerden?
Indem Du mir eine E-Mail schreibst:
Gunnar.Lindenblatt@pobox.com
Nenne im Betreff ("Subject") bitte unbedingt das Wort "Kodachrome", so entgeht die
E-Mail dem SPAM-Filter.
- Die finale Frage: Der Kodachrome scheint ja ein ganz toller Film zu sein.
Sind die anderen Produkte / Leistungen von Kodak genauso toll?
Die Antwort:
Wir leben in einem freien Land, in dem jeder seine Meinung sagen darf
- es sein denn, der andere hat einen besseren Rechtsanwalt.
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