--- Der K-14-Prozeß
 

Wie wird der Kodachrome-Film entwicklelt?

Das Grundkonzept der Kodachrome-Entwicklung ist, die richtigen Farbstoffe in die richtigen Filmschichten zu bringen, damit aus dem "Schwarz-Weiß-Film" Kodachrome ein farbiger Diafilm (oder Schmalfilm) wird. Der K-14-Prozeß hat vier Hauptphasen:
  • 1. Lichthofschutzschichtentfernung
  • 2. Negativentwicklung
  • 3. Farbentwicklung in drei Einzelschritten
  • 4. Silberentfernung

Der Film durchläuft beim K-14-Prozeß im einzelnen folgende Bäder:

  • 1. Rem Jet
    Diese alkalische Lösung verwandelt die Lichthofschutzschicht auf der Filmrückseite in eine wasserlösliche Form.

  • 2. Rem Jet Wässerung
    Hier wird die Lichthofschutzschicht vom Film abgelöst, unterstützt von rotierendem Plüsch.

  • 3. Erstentwicklung
    In dieser Negativentwicklerlösung werden die belichteten Silberhalogenidkörner zu metallischem Silber reduziert. Es entstehen drei übereinander liegende negativ Bilder in den drei Emulsionsschichten (rot-, grün- und blauempfindlich).

  • 4. Erstentwicklerwässerung
    Der Negativentwicklungsprozeß wird gestoppt und die Entwicklerlösung vom Film abgespült.

  • 5. Cyan-Nachbelichtung
    Es ist eine Bestrahlung des Films mit Rotlicht von der Unterlagenseite her. Sie dient dazu, eine vollständige Belichtung des unentwickelt gebliebenen Silberhalogenids der rotempfindlichen Cyanschicht herbeizuführen, die dann im Cyanentwickler entwickelt werden soll.

  • 6. Cyanentwickler
    Durch Entwicklung des im vorherigen Schritt belichteten Silberhalogenids wird jetzt in der rotempfindlichen Emulsionsschicht ein positives Silberbild erzeugt. Die dabei oxidierten Farbentwicklersubstanzen verbinden sich mit der Cyan-Kuppler-Substanz (aus der Lösung in die Emulsion diffundiert) unter Bildung eines positiven Cyanfarbstoffbildes in der rotempfindlichen Emulsionsschicht.

  • 7. Cyanwässerung
    Stoppt den vorherigen Entwicklungsvorgang und entfernt den Cyanentwickler vom Film.

  • 8.Yellow-Nachbelichtung
    Es ist eine Bestrahlung des Films mit Blaulicht von der Emulsionsseite aus. Es gilt Analoges zur Rotbelichtung! Durch eine Gelbfilterschicht unter der blauempfindlichen Yellowschicht ist die grünempfindliche Magentaschicht vor Belichtung geschützt.

  • 9. Yellowentwickler
    Durch Entwicklung des im vorherigen Schritt belichteten Silberhalogenids wird jetzt in der blauempfindlichen Emulsionsschicht ein positives Silber Bild erzeugt. Die dabei akzeptierten Farbentwicklung Substanzen verbinden sich mit der Yellow-Kuppler-Substanz unter Bildung eines positiven Yellow-Farbstoff-Bildes in der blauempfindlichen Emulsionsschicht.

  • 10. Yellow-Wässerung
    Stoppt den Entwicklungsvorgang von vorher und entfernt den Yellowentwickler vom Film.

  • 11. Magentaentwicklung
    Die selektive Nachbelichtung ist hier nicht mehr erforderlich, zumal man chemisch verschleiert und analog zur Cyan- und Yellowentwicklung in der grünempfindlichen mittleren Emulsionsschicht ein positives Magentafarbstoffbild entwickelt.

  • 12. Magenta-Wässerung
    Hier werden alle Chemikalienspuren der Farbentwicklungen entfernt.

  • 13. Bleichbad
    Sämtliches metallisches Silber wird in Silberionen umgewandelt (Oxidation) einschließlich der Gelbfilterschicht. Damit liegt wieder wie etwa zu Anfang in den Emulsionsschichten Silberhalogenid vor.

  • 14. Fixierbad
    Hier wird das Silberhalogenid in verschiedenartige Thiosulfatkomplexe umgewandelt. Die Thiosulfatkomplexe sind teils wasserlöslich und diffundieren so aus der Emulsion in das Fixierbad.

  • 15. Schlußwässerung
    Es wird alles Fixierbad und Silberthiosulfat aus dem Film entfernt (wichtig für Langzeitstabilität des Films!).

  • 16. Trocknung
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Letzte Änderung: 25. August 2003   
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Dieser Text wurde von der Firma Kodak, Stuttgart, zur Verfügung gestellt.

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